TANDARADEI

Deutsche Liebesgedichte aus 6 Jahrhunderten 

Fr. 13. November 2026, 19.00

Sa. 14. November 2026, 19.00

Eine literarisch-musikalische Reise durch die Welt der Liebe 

Mit Gerd Anthoff (Lesung), Hugo Siegmeth (Saxophon/Klarinette) und Christian Ludwig Mayer (Klavier/Akkordeon)

TANDARADAI - Eine literarisch-musikalische Reise durch die Welt der Liebe 

Unter dem Titel „Tandaradei“ begegnen sich Dichtung und Musik in einer atmosphärischen Inszenierung der Liebe in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen. 

Der Titel der zwei Abende verweist auf das berühmte „Tandaradei“ aus Walther von der Vogelweides Minnelied „Unter der linden“ – jenem lautmalerischen Ruf des Vogelsangs, der bis heute als Sinnbild mittelalterlicher Liebeslyrik gilt. 

Der bekannte Schauspieler Gerd Anthoff, nicht zuletzt wegen der warmen Klangfarbe und besonderen Sonorität seiner Stimme geschätzt, liest Liebesgedichte aus sechs Jahrhunderten deutscher Literatur. Der Bogen des Abends spannt sich von Walther von der Vogelweide und der mittelalterlichen Minnelyrik über die barocke Sprachkunst Johann Christian Günthers bis hin zu modernen und zeitgenössischen Stimmen. 

Thematisch gliedert sich der Abend in verschiedene Facetten der Liebe: erste freche Liebe, innige Treueschwüre, übermütige Verliebtheit, tiefe Liebe, verzweifelte Liebe und bittere Worte an die Untreue. Auch das rätselhafte Wesen der Liebe selbst wird poetisch erkundet. 

Zwischen den Lesungen entstehen musikalische Zwischenräume: Hugo Siegmeth an Saxophon und Klarinette und Christian Ludwig Mayer an Klavier und Akkordeon verweben eigene Kompositionen mit den Texten zu einem dichten emotionalen Klangbild. Musik und Sprache treten dabei in einen unmittelbaren Dialog und schaffen einen Abend voller Melancholie, Leidenschaft, Humor und Sehnsucht. 


„Tandaradei“ wird zum poetischen Leitmotiv eines Abends über Sehnsucht, Hingabe, Leidenschaft und die vielen Stimmen der Liebe.  

tan|da|ra|dei! (Ausdruck der Begeisterung; ironisch Ausdruck des Verdrusses; Anspielung auf sexuelle Tätigkeit; gesangliche Interjektion; Hinweis auf die Farbe rot; Aufforderung zu Aufmerksamkeit; verzichtbarer Luxus) das ist ja tandaradei! (das ist wirklich großartig!); jetzt singen wir tandaradei! wie die schöne Nachtigall

Über die Künstler

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Gerd Anthoff 

Schauspieler 

Der bekannte Theater-, Film- und Fernsehschauspieler Gerd Anthoff ist im Münchener Westend aufgewachsen, erhielt Schauspielunterricht bei Peter Rieckmann und ein Stipendium für Nachwuchsförderung des Bayerischen Rundfunks. Er spielte u. a. an den Münchner Kammerspielen, dem Volkstheater München, dem Staatstheater am Gärtnerplatz, in der Komödie im Bayerischen Hof und bei den Salzburger Festspielen.

Bis 2011 war Gerd Anthoff Ensemblemitglied am Bayerischen Staatsschauspiel. Er arbeitete mit so bedeutenden Regisseuren wie Ingmar Bergmann, Dieter Dorn, Hans Lietzau, Hans Neuenfels und vielen anderen. Zum Fernsehen kam Gerd Anthoff 1989, als er die Titelrolle in der Joseph-Filser-Reihe des Bayerischen Fernsehens übernahm. Seither wirkte er unter anderem in den beliebten BR-Serien „Löwengrube" als Kriminalkommissär Deinlein, „Die Hausmeisterin" und „Cafe Meineid" mit. 

Deutschlandweit bekannt wurde er spätestens in der Rolle des umtriebigen Bauunternehmers Toni Rambold in der Sat1-Serie "Der Bulle von Tölz". In der Fernsehserie "Unter Verdacht" spielte er als Dr. Claus Reiter an der Seite von Senta Berger den gerissenen und korrupten Leiter der Abteilung für die Untersuchung interner Delikte. 

1995 erhielt Anthoff den Bayerischen Fernsehpreis für „Über Kreuz", 2003 den Adolf-Grimme-Preis für „Unter Verdacht", 2008 den AZ-Stern des Jahres und 2010 den Bayerischen Verdienstorden. Darüber hinaus wurde ihm die Medaille „München leuchtet – den Freunden Münchens“ in Gold und die Auszeichnung „Pro meritis scientiae et literarum“ verliehen. 

Foto: ©Christian Schneider

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Christian Ludwig Mayer 

Klavier, Akkordeon 

Christian Ludwig Mayer ist Pianist, Komponist und Grenzgänger zwischen Jazz, Klassik und zeitgenössischer Musik. Aufgewachsen in Oberbayern nahe den Alpen, studierte er Jazzpiano, klassisches Klavier, Cembalo und Komposition am Richard-Strauss-Konservatorium in München und erhielt 2002 den Gasteig-Förderpreis für eigene Kompositionen. 

Seine Werke reichen von Kammer- und Orchestermusik bis zu Theater- und Ballettmusik.

Als Komponist und musikalischer Leiter arbeitete er unter anderem für die Nibelungenfestspiele Worms und die Dresdner Zwingerfestspiele. Mit seinem Auwald Trio wurde er 2017 für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. 

Musikalisch verbindet Mayer die Tradition des klassischen europäischen Klavierspiels mit Jazz, Improvisation und alpiner Volksmusik. 

Besonders geprägt ist sein Stil von den großen Stride-Pianisten der Swing-Ära, romantischer Klaviermusik des 19. Jahrhunderts sowie zeitgenössischen Kompositionsformen. Neben dem Klavier spielt er auch Akkordeon, Gitarre und historische alpine Instrumente und widmet sich intensiv den musikalischen Traditionen des Alpenraums. 

International konzertierte Mayer bei Festivals und Projekten in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien. Sein unverwechselbarer Stil verbindet romantische Klangwelten, Jazztradition und alpine Musikkultur zu einer eigenständigen musikalischen Sprache. 

Foto: ©Wolfgang Feik

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Hugo Siegmeth

 Saxophon, Klarinette 

Hugo Siegmeth zählt zu den profilierten europäischen Saxophonisten im Spannungsfeld zwischen Jazz, klassischer Musik und Improvisation. Der aus Rumänien stammende Musiker lebt seit 1976 in Deutschland und wurde bereits während seines Studiums am Richard-Strauss-Konservatorium in München ausgezeichnet. Als Solist entwickelte er eine unverwechselbare Klangsprache zwischen Jazz, Neuer Musik und freier Improvisation. 

Seine Konzerttätigkeit führte ihn auf internationale Bühnen wie die Berliner Philharmonie, das Lincoln Center New York, das Montreux Jazz Festival oder die Ars Electronica in Linz. Tourneen und Projekte brachten ihn durch Europa, Nord- und Südamerika, Australien sowie im Auftrag des Goethe-Instituts nach Zentralasien und Sudan. Neben seiner Konzerttätigkeit komponiert er Filmmusiken und entwickelt interdisziplinäre Projekte zwischen Literatur, Jazz, Klassik und zeitgenössischer Musik. 

Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Bayerischen Jazzförderpreis (1998), dem BR-Nachwuchspreis „New Generations“ (2001), dem German World Music Award mit dem Ensemble Sarband (2008) sowie dem Förderpreis Musik der Stadt München (2015). Zudem erhielt seine Filmmusik internationale Auszeichnungen und Nominierungen, darunter die Shortlist des Deutschen Filmpreises sowie den Silver Zenith Award des Montreal World Film Festival 2018.  

Foto: ©Tom Freudenberg 

Ticketpreise

Onlinebuchung über Eventim:
Normalpreis: 34,00
*Ermäßigt: 29,00
 

Ein Aufpreis von 2,00 Euro ist für die online-Buchung im Ticketpreis enthalten. 

Freie Platzwahl

Tickets im Vorverkauf direkt vorort bei RAUMdurchKUNST:
Normalpreis: 32,00
*Ermäßigt: 27,00 


*Ermäßigungen gelten für Schüler, Studenten und Auszubildende sowie Behinderte (GdB 50).
Bitte beachten: Telefonisch können Reservierungen NICHT vorgenommen werden.