LESUNG zur BLAUEN STUNDE

Di., 23. Juli um 19 Uhr

YVONNE FONTANE UND GERD LEPIC begleiten DIE BLAUE STUNDE am 23. Juli

In dieser BLAUEN STUNDE wird das Manuskript zur neuesten Publikation von Francisca van Vloten über Marianne von Werefkin vorgestellt.
 
Als hervorragend gebildete und überaus talentierte Malerin genoss von Werefkin zu Beginn der 1890er Jahre den Ruf eines „russischen Rembrandt“. Ab 1897 avancierte ihr Münchner „rosafarbener Salon“ zum Treffpunkt der Kunstszene. Ihre theoretische Gedanken um das Wesen und die adäquaten Ausdrucksformen moderner Kunst prägten das Wirken und Schaffen zahlreicher Künstlerkolleg:innen. Den Sommer 1908 verbrachte sie gemeinsam mit Alexej Jawlensky bei Wassily Kandinsky und Gabriele Münter in Murnau. Hier und in Sindelsdorf, wo sie ab 1910 auch mit Maria und Franz Marc verkehrte, wurde sie zu einer maßgeblichen Wegbegleiterin des Blauen Reiters. 
 
Francisca van Vloten, preisgekrönte Buch- und Bühnenautorin,  Mitglied der Gesellschaft für Niederländische Literatur aus Domburg, Zeeland und der Gruppe Artists in Motion, wirkt  vorwiegend als Kuratorin und Kunsthistorikerin. U.a. ist sie wissenschaftliche Beraterin von EuroArt und Direktorin von ICEAC Domburg, dem Institut zur Erforschung der Künstlerkolonien in Europa. Francisca van Vlotens Werk über Marianne von Werefkin wird in englischer Sprache erscheinen und exklusiv für die Ausstellung LAUBENGESPRÄCHE in Auszügen von Yvonne Fontane und Gerd Lepic ins Deutsche übersetzt. 

Francisca van Vloten  

Schriftstellerin, Kunsthistorikerin und Malerin 

Domburg, Niederlande 

 

„Es ist eine faszinierende Geschichte – der Nervenkitzel liegt meiner Meinung nach oft in der Recherche und nicht im Abschluss.“ 

(Der englische Kunstkritiker Charles Darwent über Francisca van Vlotens jüngstes Buch „Forever indebted. A real Mondrian or a clever fake“, 2023, ISBN | EAN 978-90-823448-8-2) 

 

Francisca van Vloten ist Kuratorin und Beraterin am MTVP Museum Domburg, am Kulturmuseum Hotel L’esquisse in Barbizon und Berater/Vorstandsmitglied mehrerer Europäischer Kunst- und Kulturorganisationen. Viele Jahre lang war sie Herausgeberin von Zeitschriften, unter anderem von „Over Multatuli“ und „Zeeuws Tijdschrift“. Seit 1993 ist Francisca van Vloten Mitglied der Maatschappij der Nederlandse Letterkunde (Gesellschaft für niederländische Literatur). 

Sie hielt Gastvorlesungen an der Kunstfakultät von Eötvös Loránd-Universität in Budapest (2000) und an der Oglethorpe-Universität, Kunstmuseum in Atlanta GA (2005). Ihre Arbeit wurde ins Deutsche, Englische, Französische, Ungarische und Litauische übersetzt. Gelegentlich arbeitet sie als bildende Künstlerin. Sie studierte Rechtswissenschaften mit Spezialisierung auf internationales Recht an der Universität Utrecht, wechselte aber am Ende ihres Studiums zu Kunst und Literatur. 

 

1976      Theaterpreis Centrum Bellevue, NRC Handelsblad & Toneel Teatraal für „Mono-Stereo“ 

2004      Zeeland Book Prize für ihr Buch „Moen. Zwischen Toorop und Mondriaan“ über Domburg als 

Künstlerkolonie mit der Künstlerin Mies Elout-Drabbe als zentrale Figur